>> Hilfe für die Ukraine: Hinter den Kulissen der Spendenaktion der WiSo-Studierenden

Menschen verlieren geliebte Angehörige oder ihr Zuhause, Schulen, Krankenhäuser oder Kirchen sind zerstört und Menschen auf der Flucht: Seit dem 24. Februar wütet in der Ukraine ein Krieg, der für Leid, Angst und Ohnmacht sorgt und die Menschen weltweit erschüttert. Das wollten Anna und Lena Umanski, zwei Schwestern aus Nürnberg, die selbst ukrainische Wurzeln haben, nicht einfach so hinnehmen. Anna studiert an der WiSo und zusammen mit der Fachschaftsinitiative der WiSo wollten die beiden Schwestern anderen Studierenden eine Plattform bieten, Spenden für in Not geratene Ukrainerinnen und Ukrainer zu sammeln. Denn nicht nur die Politik kann etwas bewirken, sondern auch jeder einzelne, beschreibt das Helfer-Team seine Motivation für die Spendenaktion.

Helferinnen und Helfer der Spendenaktion vor einem Lkw mit Hilfsgütern.

Seit dem 27. Februar kümmern sich 30 aktive Helfer und viele weitere Studierende, die spontan ihre Unterstützung anbieten, um die angelieferten Spenden. Im WiSo-Gebäude in der Langen Gasse 20 werden die Spenden entgegengenommen, sortiert und in beschrifteten Kartons gelagert, damit sie passgenau dazu, was gerade am dringendsten benötigt wird, in die Transporter verladen werden können. Gespendet werden überwiegend Hygieneartikel, Medikamente, Kerzen oder Taschenlampen, Nahrung und Decken. So kamen nach Schätzungen der Helfer bislang gut 350 Umzugskartons mit Spenden zusammen. Dank der Unterstützung von Ärzten und Apothekern aus Nürnberg bestand schon allein ein kompletter Transport aus Medikamenten und Hygieneartikeln.

Helferinnen und Helfer beim Sortieren der Spenden.

Was gerade am dringendsten benötigt wird, erfahren die Helfer direkt von Kontaktpersonen in der Ukraine. Die Spenden bringen dann Verwandte, Freunde und Mitglieder eines Nürnberger Vereins bis an die ukrainische Grenze und sorgen dafür, dass die Pakete dort abgeholt werden.

Ursprünglich war nur ein Hilfstransport geplant. Aber über Internet und Social Media verbreitete sich die Spendenaktion rasant schnell und in kürzester Zeit brachten nicht mehr nur Studierende ihre Spenden vorbei, sondern auch Familien, Freunde und Anwohner der Universität. Dank der großen Resonanz wurde die Aktion der Studierenden noch bis 11. März verlängert. Und so folgten auf einen ursprünglich geplanten Transport mehrere weitere und zwei neue sind bereits in Planung. Denn man wolle so viel wie möglich helfen, heißt es von Seiten des Helferteams.

Kisten beim Verladen in den Transporter.

Für die enorme Spenden- und Hilfsbereitschaft und die Unterstützung durch den Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie des Hausmeisters und des Sicherheitsdienstes des WiSo-Gebäudes sind die an der Aktion beteiligten Studierenden sehr dankbar. Denn nicht zuletzt dadurch sei das Projekt zu einem vollen Erfolg geworden. Inzwischen sogar so erfolgreich, dass die Spendenaktion mit den Kapazitäten der Helfer allein nicht mehr zu stemmen ist. Deshalb arbeiten sie jetzt mit einem lokalen Verein und weiteren Verbänden und NGOs zusammen, um die Spenden besser koordinieren zu können. Zukünftig wollen die Helfer mit den Spenden auch verstärkt den aus der Ukraine ankommenden Flüchtlingen unter die Arme greifen.

Die Spendenaktion dauert momentan noch bis Freitag, 11. März 2022. Abgegeben werden können die Sachspenden in der Langen Gasse 20, Nürnberg (FAUWiSo Gebäude) im bzw. vor dem FSI WiSo Büro (2.234) in der Zeit von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Mehr auf Instagram unter https://www.instagram.com/fsiwiso/ oder https://www.instagram.com/wiso_nuernberg/