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Versicherungen mal zwei – Katharina und Adrian über ihr duales Studium am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

Studieren und gleichzeitig einen Nebenjob, um über die Runden zu kommen? „Das geht noch besser“, dachten sich Katharina Kreklau (19) und Adrian Gauf (20) nach ihrem Abitur und entschieden sich für das Verbundstudium Versicherungen am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Dieses duale Studium führt innerhalb von vier Jahren zu dem Berufsabschluss im Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen“ sowie zum akademischen Grad „Bachelor of Arts“ (B.A.) im Fach Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt BWL.

Berufsschule, Arbeiten im Betrieb und die Vorlesungen an der Uni – wie bekommt man das alles unter einen Hut? „Man braucht Organisationstalent“, sagt Katharina. Sie habe zwar insgesamt weniger Zeit, schaffe es aber immer noch mehrmals Mal pro Woche ins Basketballtraining. Die dreifache Belastung sei schon eine große Veränderung zur Schulzeit, aber Adrian, der seine Ausbildung bei der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe absolviert, schätzt diese Abwechslung. „Jeder muss Prioritäten setzen. In manchen Situationen geht die Prüfungszeit oder auch mal das Privatleben vor“.

Adrian und Katharina benötigen für Ihr arbeitsintensives Studium viel Disziplin und Organisation.

Katharina und Adrian gehören zum ersten Jahrgang des Verbundstudiums und befinden sich nach einem Jahr Ausbildungszeit nun in ihrem zweiten Studiensemester. Von den Studieninteressierten wird erwartet, dass sie die Bewerbung bei ihren Wunschunternehmen selbst übernehmen. Diese erfolgt ganz klassisch wie für einen normalen Ausbildungsplatz. Adrian fand seinen Ausbildungsbetrieb in einem Handbuch für duale Studiengänge (hochschule-dual.de). An einem Auswahltag absolvierte er gemeinsam mit anderen Bewerbern einen Test, der neben Allgemeinwissen auch spezielle Kenntnisse über Versicherungen prüfte. Katharina bewarb sich bei ERGO Direkt. „Bei mir waren besonders die Soft Skills gefragt“, erzählt sie über ihre Auswahltage. Nach einem anspruchsvollen Einstellungstest galt es dort, sich in zwei Assessment-Centern zu beweisen.

Lernen in einer kleinen Gemeinschaft

Der erste Jahrgang des Studiengangs zählt elf Studierende – das empfinden Adrian und Katharina als Privileg. Denn das Lernen in der kleinen Gruppe schweißt zusammen. Es bedeutet aber auch, dass in einer so kleinen Berufsschulklasse niemand einfach so durch-, sondern jeder oft drankommt. Doch auch davon profitieren die Studierenden natürlich. Fallen bei dem neuen Studiengang Unstimmigkeiten auf und gibt es Verbesserungsbedarf, besprechen das die Verantwortlichen und die Studierenden bei halbjährlichen Treffen. Dann werden auch auf dem kurzen Weg aktuelle Informationen ausgetauscht.

Doch so ein zeitintensives Studium eignet sich nicht für jeden. Adrian meint: „Man muss es selbst anpacken. Von den Studierenden werden Eigeninitiative und Selbständigkeit erwartet“. Denn das Niveau sei hoch. „Aber man hat beim Unternehmen von Beginn an einen Fuß in der Tür“. Das sei ein Vorteil gegenüber den normalen Absolventen. Ähnlich sieht das auch Katharina. Bewerber sollten ihrer Ansicht nach leistungsorientiert sein, sich selbst gut organisieren können und sich bewusst für ein duales Studium entscheiden. Denn die dreifache Belastung erfordere Disziplin und Fleiß. Gleichzeitig bleibt den Studierenden selbst überlassen, wie sie sich die einzelnen Module einteilen, was Katharina sehr schätzt. Am besten gefiel ihr bisher das Fach „Internationale Unternehmensführung“. Adrians Favoriten sind die Module „Absatz“ und „IT und E-Business“. Denn vor allem letzteres enthielt viele Basics, die man dann in den Praxisphasen anwenden könne.

Insgesamt hat das Verbundstudium Versicherungen die Erwartungen der beiden bisher erfüllt. „Ich würde das Studium definitiv wieder wählen“, bestätigt Adrian. Für die Zukunft können sich die beiden Studierenden gut vorstellen, weiter in ihren Unternehmen zu arbeiten und eventuell sogar noch einen Master zu machen.

 

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