Unternehmensgründung an der FAU: Beispiel CampusCase

Immer mehr deutsche Studenten tragen Pullover, Bleistifte, Kugelschreiber oder Handyhüllen mit dem Logo ihrer jeweiligen Universitäten. Zwar ist das Geschäft mit dem Uni-Merchandising hierzulande noch bei weitem nicht so ausgereift wie in den USA. Pascal Wengerter, Student am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der FAU, möchte dies jedoch ändern.

Projekt CampusCase

Im Rahmen des 5-Euro-Business-Projektes 2013 hat der BWL-Student zusammen mit seinen drei Kommilitonen, Rafael Tuzcek, Achim Chrupalla und Florian Prösl die Idee

CampusCase GbR bei der Preisverleihung im Februar 2014

CampusCase GbR bei der Preisverleihung im Februar 2014

CampusCase ins Leben gerufen und gewann bei der diesjährigen Abschlusspräsentation auch prompt den ersten Platz. Mit Handyhüllen aus 100% Handarbeit verdiente sich die “FAU CampusCase GbR” den 1. Platz und durfte sich über ein Preisgeld in Höhe von 800,- Euro freuen. Die Smartphonehüllen sind aus Filz gefertigt und mit einem praktischen Einschiebefach aus Leder für den Studentenausweis versehen. Die Produktion des Produkts hat das Unternehmen an ein mudra Arbeitsprojekt (Jugend- und Drogenhilfe e. V.) ausgelagert.

Mit 2000€ Umsatz kann sich das Projekt sehen lassen. Zu den Gewinnern der letzten Jahre gehören das Gutscheinheft Campus Claus und die Bibliothekstaschen der Lerntüte GbR.

Wie funktioniert das 5-Euro-Business-Projekt?

Der jährlich stattfindende Praxiswettbewerb möchte Studierende motivieren, sich mit dem Thema Existenzgründung auseinander zu setzen. So können sie in einer zugleich realen aber auch spielerischen Situation erste Praxiserfahrungen sammeln und damit ihre beruflichen Perspektiven erweitern.

Die Studierenden sollen lernen, unternehmerisch zu denken und handeln. Neben Eigeninitiative und Selbstständigkeit werden hier wichtige Schlüsselqualifikation wie Teamfähigkeit und Kreativität trainiert.

Ein Gespräch mit Pascal Wengerter

Pascal Wengerter, BWL-Student, erzählt über seine persönlichen Erfahrungen im 5-Euro-Business-Projekt

Pascal Wengerter, BWL-Student, erzählt über seine persönlichen Erfahrungen im 5-Euro-Business-Projekt

Was hast du persönlich aus deiner Erfahrung mit dem 5-Euro-Business-Projekt mitgenommen?

“Generell hat man im 5€-Business die Möglichkeit zu testen, ob man für die Selbstständigkeit oder als Mitgründer eines Startups geeignet ist. Gleichwohl sind die erlernten Fähigkeiten, gerade was Teamwork, Arbeiten unter Zeitdruck, Präsentationsfähigkeit und kreative Problemlösung angeht, logischerweise für die Arbeit in einem Unternehmen sehr wertvoll.

Ich kann das 5€-Business jedem empfehlen, und würde es jederzeit wieder als Schlüsselqualifikation wählen. Es ist oft zeitintensiv und nicht selten sehr anstrengend, aber dafür bekommt man zusätzlich zu den ECTS-Punkten und, je nachdem wie erfolgreich man wirtschaftet, dem Gewinnanteil auch Kontakte und viel Erfahrung, die man sonst schwer machen kann.”

Für wen ist das 5-Euro-Business-Projekt am besten geeignet?

“Hinzugehen macht auch ohne eine eigene Idee Sinn, da pro Team meist nur eine Idee verwirklicht wird. Außerdem macht man viele Übungen, um Projektideen zu kreieren und diese zu verfeinern. Auch kann sich die Geschäftsidee während des Wettbewerbs mehr oder weniger stark ändern, beispielsweise wenn sich bei der Umsetzung herausstellt, dass rechtliche Hindernisse existieren oder keine Rentabilität gegeben ist.”

Hast du persönliche Tipps zur Bewerbung?

“Wer in der Vergangenheit gezeigt hat, dass er mit vorher unbekannten Problemen umgehen und Verantwortung übernehmen kann, hat in einer Bewerbung weitaus bessere Chancen.”

Links und Informationen zum Thema 5-Euro-Business-Projekt

Website und Facebookauftritt des 5-Euro-Business-Projekts

Facebookauftritt von CampusCase

Link zur Gründungsförderung an der FAU