>> Nachhaltigkeit am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

Ob beim Klimaschutz, in der Automobilindustrie oder dem Lebensmitteleinkauf – das Thema Nachhaltigkeit ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Als zukunftsorientierte Einrichtung setzt sich der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften nicht nur mit allgemeinen Fragen zum Thema auseinander, sondern konzentriert sich auch auf die eigenen Potenziale. So geschehen etwa bei den fachbereichsinternen Nachhaltigkeitstagen im Juni oder in den vielfältigen Lehrveranstaltungen des Lehrstuhls für Nachhaltigkeitsmanagement.

Seminar zur Nachhaltigkeit– wo gibt es Verbesserungsbedarf am Fachbereich?

„Nachhaltigkeitsmanagement an Universitäten – ein Projektseminar am Beispiel des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften“ hieß etwa ein Seminar bei Prof. Markus Beckmann, Lehrstuhl für Nachhaltigkeitsmanagement. Dort erarbeiteten die teilnehmenden Studierenden nachhaltige Konzepte für verschiedene Handlungsfelder am Fachbereich. Neben den Themen Papier oder Nachhaltigkeit in der Lehre bearbeiteten die Studierenden auch Ansätze für Verbesserungen in den Bereichen Energie und Gesundheitsmanagement.

Bei dem Projektseminar beschäftigten sich die Studierenden mit nachhaltigen Konzepten für den eigenen Lernort.

Christopher Burgahn, Student der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt BWL, gehörte beispielsweise der Gruppe „Gesundheitsmanagement“ an. In dieser konzipierte er gemeinsam mit zwei weiteren Studierenden nachhaltige Ideen für den Fachbereich rund um das Thema Gesundheit.

Dabei achtete die Arbeitsgruppe laut Christopher besonders darauf, dass die Vorschläge ressourcenschonend, rasch umsetzbar und von den Mitarbeitern erwünscht sind. Dazu zähle etwa die Ausweitung des Hochschulsports in Nürnberg. Da die meisten Kurse in Erlangen stattfänden, würden diese von den Mitarbeitern des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften wenig genutzt. „Eine Kooperation mit einem örtlichen Sportverein wäre eine Idee, um zukünftige Angebote in Nürnberg attraktiv und kostengünstig zu gestalten“, so Christopher. Außerdem stellten die Studierenden Konzepte für die Einrichtung eines Gesundheitsraums am Fachbereich und die Aufwertung des Informationsangebots zum Thema vor.

Einheitliche Energie-Kriterien für Neuanschaffungen

Eine andere Gruppe suchte nach Möglichkeiten, den Fachbereich in Sachen Energie nachhaltiger zu gestalten. „Die Richtlinien des Denkmalschutzes in der Findelgasse untersagen allerdings etwa eine energieeinsparende Fensterinstandsetzung, die eine Fassadenänderung mit sich ziehen würde“, erklärt Eva Miller, Studentin der Wirtschaftswissenschaften, Schwerpunkt BWL. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten, hoher Kosten und aufwändiger Genehmigungsverfahren sei es schwierig, umsetzbare Einsparungsmöglichkeiten zu finden. Potenzial in Sachen Energieeffizienz sahen die Studierenden der Gruppe „Energie“ vor allem bei der Beleuchtung von Tafeln, Parkhaus und Gebäude sowie beim Stromverbrauch der Beamer oder durch einheitliche Energie-Kriterien bei Neuanschaffungen.

Die intensive Auseinandersetzung der Studierenden mit Aspekten der Nachhaltigkeit am Fachbereich hat viele neue Anknüpfungspunkte geschaffen. Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften nutzt die aus dem Seminar gewonnenen Erkenntnisse und entwickelt aktuell ein Umsetzungskonzept für den Nachhaltigkeitsgedanken in Lehre, Forschung und im Betrieb des Campus. Energiesparen – und wie sich alle daran beteiligen können – wird dabei ein wichtiges Thema sein.


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