Ludwig Erhard Symposium – hinter den Kulissen der Wirtschaftskonferenz

Am 05. und 06. November 2015 findet es zum zweiten Mal statt: Das Ludwig Erhard Symposium (LES). Dieses Symposium ist nicht nur eine Wirtschaftskonferenz, die gerade auf dem besten Weg ist, sich zu einer der renommiertesten Konferenzen der Metropolregion zu entwickeln, sondern auch die perfekte Plattform für Studierende zum Austausch mit Professionals, Unternehmern, Politikern und Kommilitonen. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Symposium vor allem auch, da es von Studierenden des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg selbst organisiert wird. Yvonne Dohmstreich, die im 6. Semester Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt VWL studiert, ist schon zum zweiten Mal im Organisationsteam dabei – beide Jahre auch als stellvertretende Kongressleitung.

Zahlreiche Studierende des Fachbereichs stemmten 2014 die Organisation des 1. Symposiums. Foto: Ludwig Erhard Symposium

Zahlreiche Studierende des Fachbereichs stemmten 2014 die Organisation des 1. Symposiums. Foto: Ludwig Erhard Symposium

Yvonne ist Teil des großen Organisationsteams, das in insgesamt neun Teams rund um die Bereiche „Koordination“, „IT und Design“, „Orga und Technik“, „Marketing“, „PR und Kommunikation“, „Sponsoren“ sowie „Referenten-“, „Teilnehmer-“ und „Stipendienmanagement“ aufgeteilt ist. Dort organisieren, bewerben, und managen die Studierenden die Konferenz in Eigenregie – und zwar von Anfang bis Ende. Die einzelnen Organisationsteams unterstehen jeweils einer/m Teamleiter/in, der/die sich um die richtige Aufgabenverteilung im Team und vor allem um die termingenaue Erledigung kümmert. Die Teamleiter wiederum stehen in direktem Austausch mit dem kleinen Konferenzleitungsteam.

Die Aufgaben der stellvertretenden Konferenzleitung

In ihrer Rolle als stellvertretende Konferenzleitung ist Yvonne quasi das Bindeglied zwischen Konferenzleitung und dem studentischen Team und stellt  dabei zum Beispiel Kuvertier-Aktionen auf die Beine. „Wir haben mehrere Tausend Einladungen verschickt, die gefaltet und mit einem Flyer zusammen in einen Briefumschlag gepackt und für den Versand vorbereitet werden mussten“, erzählt Yvonne. Gerade in der Klausurenzeit erfordere das eine gute Organisation des gesamten Teams.

Yvonne gehört zum zweiten Mal zum LES- Organisationsteam.

Yvonne gehört zum zweiten Mal zum LES- Organisationsteam.

Als stellvertretende Konferenzleitung erhält sie aber vor allem einen guten Einblick in die einzelnen Teams und welche verschiedenen Aufgaben in kleinen und großen Schritten nötig sind, um eine Veranstaltung in dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen. Auch die Kontakte zu den vielfältigen Unternehmen im Vorfeld sind nicht nur interessant, sondern sehr lehrreich. Yvonne berichtet, dass sie mit den Hotels, der NürnbergMesse und verschiedenen anderen Organisationen, Persönlichkeiten und Verbänden, die das Symposium auf irgendeine Art und Weise unterstützen, im Vorfeld in Kontakt steht. „Gerade diese Vielfalt der unterschiedlichen Kommunikations- und Organisationsebenen, von Studierenden über Vereine, Organisationen und Unternehmensabteilungen bis hin zu Managern und Führungspersönlichkeiten, ist sehr beeindruckend und macht eine Menge Spaß“, so Yvonne weiter.

“Mädchen für alles” für knapp 60 Referenten

Ihre Aufgabe als stellvertretende Konferenzleitung ist eine Sache. Zusätzlich dazu hat Yvonne sich auch in diesem Jahr entschlossen, wieder aktiv in einem Team an der Organisation des Symposiums mitzuwirken. Als eine von zwei Studentinnen ist sie für die Betreuung der Referenten zuständig. Das Team „Referentenmanagement“ betreut die knapp 60 Referenten vor, am und nach dem Symposium. Ab der Zusage geht es im Vorfeld des Symposiums zunächst darum, Lebensläufe und Bilder für die LES Homepage einzuholen. Darüber hinaus müssen Vortragstitel abgefragt und An- beziehungsweise Abreisewünsche geklärt werden. Für die Referenten und deren Assistenz steht das Referentenmanagement immer für weitere Fragen zur Verfügung. „Wir sind also für die Referenten ‚Mädchen für alles‘ und sorgen dafür, dass sich alle rundum gut aufgehoben fühlen“, erzählt Yvonne. An den beiden Konferenztagen selbst ist ihre Aufgabe in erster Linie, dass alle Referenten in Empfang genommen werden und wissen, wann und wo sie zu ihrem Vortrag und den vereinbarten Interviews erscheinen müssen. „Schließlich können sich Genscher, Söder und Co. nicht im Vorfeld in die Location mit all ihren Räumlichkeiten einarbeiten“.

Fazit nach zwei Jahren LES

Für Yvonne ist die Mitarbeit beim Ludwig Erhard Symposium eine spannende Erfahrung. „Ich habe in den letzten beiden Jahren viel gelernt, z.B. wie man ein Team aus rund 60 Studierenden koordiniert und was es bedeutet, während der Klausurenzeit ein gut organisiertes Team auf die Beine zu stellen.“ Man lerne aber auch, dass immer etwas Unvorhergesehenes passieren kann, auf das man schnell und professionell reagieren muss. Und wie kleine und große Probleme sich durch eine schnelle und direkte Kommunikation immer wieder in Luft auflösen lassen, eine besondere Herausforderung, wie Yvonne bemerkt. Das Ludwig Erhard Symposium findet immer zu einem neuen Leitgedanken statt – das übergeordnete Motto aber ist ein Zitat von Erhard selbst, dessen Richtigkeit Yvonne in den vergangenen zwei Jahren begleitet hat, und zwar: „Die Welt steckt voll unermesslicher Chancen, wenn wir sie nur zu nutzen verstehen würden.“ Wer es auch so wie Ludwig Erhard sieht, der sollte sich das 2. Ludwig Erhard Symposium auf keinen Fall entgehen lassen.


Hintergrund: Das Ludwig Erhard Symposium

Am 5. und 6. November 2015 findet zum zweiten Mal das Ludwig Erhard Symposium im NCC Ost der NürnbergMesse statt. Die Wirtschaftskonferenz, die von Studierenden des FacLESminihbereichs Wirtschaftswissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg organisiert wird, lockte im vergangenen Jahr über 1.000 Besucher in die Metropolregion. In diesem Jahr diskutieren knapp 60 Referenten rund um die Eröffnungsredner und Keynote-Sprecher Dr. Markus Söder (Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Freistaat Bayern), Hans-Dietrich Genscher (Bundesaußenminister und Vizekanzler a.D), Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup (Präsident des Handelsblatt Research Institute), Pater Dr. Anselm Grün (ehemaliger Cellerar der Abtei Münsterschwarzach), Dr. Michael Groß (Olympiasieger und Managementberater) sowie Sascha Lobo (Autor, Blogger, Microblogger und Strategieberater) mit den Schwerpunkten Internet zum Leitgedanken der Konferenz „Innovation – Unternehmen neu denken und gestalten“.

Weitere Informationen zum Ludwig Erhard Symposium erhalten Sie hier.