La dolce vita e dolce far niente in bella Italia – Ein Semester in Verona

Die WiSo-Studentin Daniela wagte im Sommer 2022 den Sprung ins kalte Wasser und verbrachte ihr Auslandssemester an der Università degli Studi di Verona im schönen Italien, wo sie neben dem Studium auch das Dolce Vita und das süße Nichtstun in vollen Zügen genoss.

„Mein Traum war es schon immer, längere Zeit in diesem wundervollen Land zu leben“, sagt die 25-jährige, „Italien ist aufgrund der vielseitigen Landschaft eines meiner Lieblings-Urlaubsländer. Somit war die Entscheidung für den Ort für mein Auslandssemester schnell gefallen.“ Eigentlich war ihr Auslandsaufenthalt schon für den Sommer 2021 geplant, aber aufgrund von Corona hatte Daniela diesen jedoch abgesagt. Umso größer war die Freude, als sie dann die erneute Zusage für ihre zweite Bewerbung im darauffolgenden Jahr erhalten hatte, berichtet sie uns.

Im Februar war es dann endlich soweit und die WiSo-Studentin reiste nach Verona und startete dort ihr Abenteuer. Ein WG-Zimmer in einer Erasmus-Wohnung hatte sie bereits im Voraus über eine Organisation der Universität gebucht. Denn die zuvor privat gestarteten Versuche, eine Bleibe zu finden, blieben ohne Erfolg. Eigentlich wollte Daniela mit Einheimischen zusammenleben, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Aber im Nachhinein stellte sich die Erasmus-Wohnung als die bestmögliche Lösung dar, da viele Studierende auch Wochen nach ihrer Ankunft in Verona immer noch auf Wohnungssuche waren.

„Das Zimmer war ein Überraschungspaket“, erzählt sie uns. Denn die 25-Jährige wusste bis zur Ankunft weder wie ihr Zimmer aussieht noch wie viele Mitbewohnerinnen und Mitbewohner sie hat. Doch schon nach kurzer Zeit erwies sich die Wohnung als Glücksgriff und das Zusammenleben funktionierte problemlos.

Nachdem sich die Studentin an die italienische Unpünktlichkeit und die Unkoordiniertheit und das Chaos an italienischen Universitäten, was für deutsche Verhältnisse zunächst erschreckend wirkte, gewöhnt hatte, gelang es ihr schnell, sich einzuleben. „Nimmt man die italienische Gelassenheit in sich auf, ist das Leben vor Ort schon deutlich angenehmer und leichter“, erklärt sie uns lachend.

Der italienische Unterricht ist sehr praxisorientiert gestaltet und die Klassen sind – im Gegensatz zu den H4-Vorlesungen in Nürnberg – klein und erinnern mehr an die Schulzeit als an eine Universität. Was Daniela als positiv am italienischen Universitätssystem wertet, ist die Handhabung der Prüfungsphase. Es gab drei Appelle, Anfang Juni, Anfang Juli und im September. Zum einen konnte man sich dadurch aussuchen, zu welcher Zeit man die Prüfung ablegt, zum anderen musste man bei Nichtbestehen im ersten Versuch nicht ein komplettes Semester für den Zweitversuch warten.

Neben dem Campusleben nutzte Daniela ihre Zeit sinnvoll, um das Land zu bereisen und die Kultur, die Kunst und die Kulinarik zu genießen. Denn Italien ist so viel mehr als nur Pizza und Pasta, findet sie. Freie Tage nutzte die WiSo-Studentin für Tagesausflüge in die umliegenden Städte, wie Padua, Venedig oder Bologna, und genoss deren italienischen Charme bei einem Aperitivo. War es in der Stadt zu warm, ging es an den nur einen Katzensprung entfernten Gardasee oder in die Berge. Aber auch mehrtägige Ausflüge nach Rom, Neapel, Sardinien, Apulien oder an die Amalfiküste durften bei diesem Abenteuer natürlich nicht fehlen.

„Das Auslandssemester in Verona war eine unglaublich intensive und unvergessliche Erfahrung für mich, die ich nicht missen möchte. Mir ist es gelungen, das Land außerhalb von Urlaubsreisen, aber auch mich selbst, noch besser kennenzulernen“, zieht Daniela Bilanz.