Die Erfahrungen eines Auslandsstudiums sind einzigartig und unbezahlbar

Christoph hat im Rahmen seines Bachelorstudiums ein Semester in Irland studiert. Hier steht, was Galway Oysters ist und wie es sich im Ausland studiert.

Bis zu meiner Abreise nach Irland hatte ich noch keine passende Wohnung gefunden, also verbrachte ich meine ersten Tage in einem Hostel. Dafür hatte ich aber einen Mitbewohner in spe aufgetrieben. Ein Franzose, der sich in derselben Situation wie ich befand. Um weitere Einzelheiten zu klären und um ein Treffen zu vereinbaren verabredeten wir uns in den frühen Morgenstunden zum Chatten. Was ich damals noch nicht wusste: Wir kannten uns bereits und teilten uns sogar seit einigen Tagen das Zimmer. Als wir uns am Frühstückstisch gegenübersaßen, den Chatroom geöffnet hatten und uns über unsere Laptops anschauten, mussten wir einfach nur lachen. Und so entwickelte sich aus einem eher ungewöhnlichen ersten Treffen eine richtige Freundschaft.

Warum Irland? Bei einem Schüleraustausch fand ich bereits Gefallen an der Landschaft der Britischen Inseln. Doch ein weiteres Mal wollte ich nicht nach England. Die Wahl fiel letztlich auf Irland. Genauer gesagt auf Galway, eine Stadt an der Westküste der Insel. Von den rund 75.000 Einwohnern sind fast ein Drittel Studierende. Das ganze Leben der Stadt ist praktisch von der Uni geprägt. Selbst die Pubs sind die Woche über fest in den Händen der Studierenden.

Der klassische Campus der National University of Ireland-Galway erinnert stark an die University of Oxford. Im Prinzip musste man das Universitätsgelände kaum verlassen, denn dort war alles geboten: von der Buchhandlung bis zum Friseur. Selbst eine Bankfiliale und eine Sporthalle mit Kletterwand sind im Haupttrakt vorhanden. Die Universität ist besonders gut auf Erasmus-Studierende, zu denen auch ich zählte, eingestellt. Die Vorlesungen werden auf Englisch gehalten, daher gibt es verhältnismäßig wenige Verständnisprobleme. Und falls doch mal irgendetwas unklar blieb, wurde sich untereinander geholfen. Ich habe die Iren als sehr zuvorkommend und freundlich kennengelernt.

Doch auch neben dem Campus gab es einiges zu erleben. In Galway selbst ist alles zentral gelegen und mit dem Fahrrad gut zu erreichen. In der Stadt am Fluss Corrib wird vor allem Tradition und Kultur groß geschrieben. Entlang der Galway Bay segeln in den frühen Morgenstunden die traditionellen Galway-Segelboote, die bereits John Lennon besang. Der Atlantik versorgt die Bewohner der Stadt mit Meeresfrüchten, zum Beispiel mit Austern – den berühmten GalwayOysters. Auch die Pubs und Restaurants sowie die regelmäßige Livemusik sind ein Teil der irischen Kultur. Genau wie das Wetter. Es ist wirklich sehr windig, aber im Allgemeinen ist das Wetter besser, als man denkt. Allerdings sind nicht alle Klischees aus der Luft gegriffen. Denn die Iren sind wirklich trinkfest – und ihre Pubs sind ihnen heilig. Das bestätigte mir übrigens auch meine Vermieterin: „Lieber sparen wir hier an der Miete als am Bier. Das ist eben die Kultur des Landes.“

Ich war das erste Mal in Irland und wusste nicht recht, was auf mich zukommen wird. Aber es war eine überragende Erfahrung. In ein Land zu gehen, wo man niemanden kennt und darauf angewiesen ist, den Kontakt zu suchen. Mein Fazit lautet: Ein Auslandssemester lohnt sich. Man darf sich nur nicht unterkriegen lassen. Sicher ist es erst einmal eine Extremsituation und man fängt komplett bei null an. Doch die Erfahrungen sind einzigartig und unbezahlbar.

Christoph

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