>> Das Buddy-Programm an der WiSo – Starthilfe für Gaststudierende

Für die Studierenden der FAU startete gerade wieder das Wintersemester. Für viele internationale Austauschstudierende begann gleichzeitig ein großes Abenteuer, ihr Auslandssemester am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Dabei kann es zu herausfordernden Situationen kommen, sei es durch die neue Universität, das unbekannte Umfeld oder die fremde Sprache. Um den Gaststudierenden den Einstieg zu erleichtern, wurde das Buddy-Programm ins Leben gerufen, das in enger Abstimmung mit dem Büro für internationale Beziehungen (International Office) und vielen weiteren Einrichtungen am Fachbereich und an der Universität stattfindet.

Bei dem Programm werden den ausländischen Studierenden Buddys zur Verfügung gestellt, die unentgeltlich und auf ehrenamtlicher Basis unterstützen und als Ansprechpartner zur Seite stehen. Auch Jessica, die ihren Bachelor in Sozialökonomik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften in Nürnberg gemacht hat, war während des Studiums dreimal als Buddy tätig und gibt einen Einblick in das Programm.

Warum hast du dich dazu enschieden, am Buddy-Programm teilzunehmen?

Ich war während meines Studiums selber im Ausland und hatte dort einen Buddy für das Semester. Mein Buddy hat mir in Frankreich leider nicht so sehr geholfen, aber die Idee dahinter fand ich cool. Außerdem finde ich es spannend auf Menschen zu treffen, die man vorher noch nie gesehen hat und die aus einer anderen Kultur kommen. Für die Austauschstudierenden startet ja etwas ganz Aufregendes und da finde ich es interessant, das von der anderen Seite zu sehen und sie zu unterstützen.

Wie läuft das Buddy-Programm ab?

Zu allererst meldet man sich über ein Formular zum Programm an oder schaut persönlich beim International Office vorbei. Hier gibt man persönliche Daten über sich an, also was man so macht und welche Sprachen man spricht. Man kann auch Präferenzen zum Buddy-Partner angeben, wenn man einen Wunsch hat. Ich habe z.B. einmal angegeben, dass ich gerne einen französischsprachigen Partner hätte. Dementsprechend wird eine Person ausgesucht. Das Büro für internationale Beziehungen schickt dann eine Mail mit Namen und E-Mail-Kontakt des Buddy-Partners. Ich habe daraufhin den Kontakt aufgenommen und mich vorgestellt. Wir haben auch relativ schnell unsere Handynummern oder Facebook-Kontakte ausgetauscht und ein erstes Treffen verabredet, um uns kennen zu lernen. Bei zwei Buddy-Partnern ist der Kontakt dann eher eingeschlafen, da sie relativ schnell in ihrem neuen Freundeskreis verschwunden sind. Mit der dritten Austauschstudentin habe ich mich öfter auf einen Kaffee getroffen. Das internationale Büro bietet auch immer mal wieder Events an, an denen man zusammen mit seinem Buddy-Partner teilnehmen kann, zum Beispiel einen internationalen Brunch, Kinoabende, Sportaktivitäten, Volksfestbesuch oder eine Exkursion nach Berlin oder Hamburg. Prinzipiell steht man als Buddy aber über das ganze Semester für Fragen zur Verfügung.

Was waren deine Aufgaben als Buddy?

Das Aufgabengebiet als Buddy ist sehr offen. Der Buddy soll hauptsächlich eine Unterstützung auf gleicher Ebene sein, zu dem die Austauschstudierenden einen persönlichen Draht haben. Sie haben dann jemanden in ihrem Alter, der sich an der Uni und in der Stadt auskennt. Manchmal sind das auch nur Tipps, wie z.B. welche Clubs und Bars empfehlenswert sind, oder ob es Fahrradversteigerungen und Flohmärkte in der Nähe gibt. Bei mir gab es aber auch mal den Fall, dass eine Austauschstudentin mit der Prüfungsanmeldung nicht zurechtkam. Ich habe ihr dann geholfen, die richtigen Kurse rauszusuchen und eine E-Mail ans Prüfungsamt zu schreiben. Als Buddy spricht man die Sprache besser und kennt die Anlaufstellen an der Uni. Ich habe meine Funktion dann hauptsächlich darin gesehen, sie an die richtigen Stellen zu vermitteln und bei Telefonaten und E-Mails zu helfen. Das internationale Büro greift ihnen vor allem bei administrativen Hürden stark unter die Arme und auch die Gaststudierenden tauschen sich untereinander aus.

Würdest du das Buddy-Programm weiterempfehlen?

Ja, auf jeden Fall! Ich finde, das ist eigentlich für jeden etwas. Je nachdem mit welcher Erwartungshaltung man heran geht, kann man sehr viel herausnehmen, oder den Aufwand auch eher gering halten. Meistens brauchen die Austauschstudierenden auch nicht so viel Unterstützung und man gibt einfach diesen Back-up, also dieses sichere Gefühl, dass sie jemanden haben, wenn sie jemanden bräuchten. Ich finde das ist eine gute Art, sich in die Uni einzubringen und zu engagieren, ohne dass man einen riesigen Aufwand hat. Dass sie keine Zeit haben, ist für viele Leute das Hauptargument dagegen, aber das Buddy-Programm kann man eigentlich noch ganz einfach neben der Uni und dem Job machen. Auf jeden Fall ist es auch möglich, ein Sprachtandem daraus zu bilden und sich auf Deutsch und der jeweiligen Muttersprache zu unterhalten. So lernen beide dazu!

Weitere Informationen zum Buddy-Programm, sowie den Anmeldebogen finden Sie auf der Webseite des Büros für internationale Beziehungen: www.ib.wiso.fau.de

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