>> Französischer Charme in Kanada – WISO Studentin Nina über ihr Auslandssemester

Ob Asien, Amerika, Afrika oder Europa – der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften bietet seinen Studierenden mit über 120 Partneruniversitäten weltweit vielfältige Möglichkeiten, einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen.

Schon vor Beginn ihres Studiums der Sozialökonomik lockte Nina das internationale Angebot des Fachbereichs, denn für sie stand fest, dass sie ein Semester im Ausland verbringen möchte. Bereits während ihrer Schulzeit absolvierte sie ein Schuljahr in Amerika und nach dem Abitur lebte sie ein Jahr in Mosambik, um in einem Waisenhaus zu unterstützen. „Die Erfahrungen, die ich dort sammeln konnte, waren einfach unglaublich. Von Anfang an war klar, dass ich ein Auslandssemester als weitere Chance nutzen werde“, sagt sie. Um die passende Partneruniversität zu finden, informierte sie sich über das Büro für internationale Beziehungen des Fachbereichs und besuchte einige Vorträge im Zuge des International Day. Letztendlich bewarb sich Nina in letzter Minute für drei Universitäten auf drei verschiedenen Kontinenten und entschied sich dann für Quebec City.

„In den ersten Wochen hat mir vor allem wegen der Sprache ganz schön der Kopf geraucht“

Vor Semesterbeginn in Kanada gab es ein breites Angebot der Universität, um andere Austauschstudenten kennenzulernen und mit verschiedenen Ausflügen die Gegend zu erkunden. Auch in ihrem Wohnheim lernte Nina schnell Mitstudierende kennen. „In den ersten Wochen hat mir vor allem wegen der Sprache ganzschön der Kopf geraucht. Bis auf einen Kurs war alles auf Französisch.“ Mit der Zeit kam die Studentin aber immer besser zurecht, nur an den kanadischen Akzent habe sie sich bis heute noch nicht ganz gewöhnt.

Trotz der kulturellen Nähe zu Frankreich und des Einflusses der USA, bleibt Quebec einzigartig.

Quebec City ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Kanada. Hier sprechen fast alle Einwohner fließend Englisch, im Alltag hört man jedoch nur Französisch. Die Innenstadt vermittelt das Bild einer europäischen Kleinstadt, während man etwas außerhalb die Vorzüge des amerikanischen Lebensstils genießen kann. Irgendwo zwischen historischem Stadtkern mit französischem Charme und amerikanischen Shopping Malls haben die Québecois eine ganz eigene Identität entwickelt. Trotz der kulturellen Nähe zu Frankreich und des Einflusses der USA, bleibt Quebec einzigartig.

Der große Campus der Universität von Quebec liegt etwas außerhalb der Stadt und bietet alles, was Studierende brauchen. Das kanadische System der Universität unterscheidet sich stark von dem in Deutschland, für Nina war das anfangs ungewohnt. „Die Semester sind viel kürzer als in Deutschland. Trotz maximal fünf Fächern wird man aber gut in Schach gehalten.“ Im Gegensatz zu der klassischen Klausurenphase, wie die Studierenden in Deutschland sie kennen, wird in Kanada auch während des Semesters viel von den Studierenden verlangt. Zwischen und Endprüfungen, Vorträge, Essays, Gruppenarbeiten und jede Menge Lektüre bilden zusammengefasst eine Abschlussnote. „Im Endeffekt fand ich das sogar entspannter, da dieses System den Druck der Prüfungsphase nimmt und kontinuierliches Lernen voraussetzt.“

„Da Ich viel lernen musste, habe ich in Quebec eher kleine Ausflüge gemacht“

Da die Uni viel Zeit in Anspruch genommen hat, unternahm die Studentin eher kleinere Ausflüge, um die Umgebung zu erkunden. Einen Tag hat sie mit Freunden in einem kleinen eingeschneiten Ski-Gebiet verbracht, das war einer von Ninas Lieblingstagen. „Die Natur ist wunderschön, aber da es im Winter schon einmal -17 Grad werden kann, haben wir uns hauptsächlich drinnen aufgehalten.“ Die Weihnachtsfeiertage verbrachte die Studentin in New York und Washington. Im Anschluss reiste sie einen Monat die Ostküste der Vereinigten Staaten entlang, denn von Québec ist es nur ein Katzensprung in die USA.

„Man hat bessere Chancen auf ein Stipendium als man denkt“

Fragt man Nina nach Tipps für die Planung eines Auslandssemesters, so empfiehlt sie eine frühe Anreise, viel Zeit zum Reisen, rechtzeitige Organisation und die Bewerbung um ein Stipendium. „Ich habe mich nicht beworben, da ich mir keine großen Chancen ausrechnete. Da aber zu viele Studierende genauso dachten wie ich, hatte eine der universitären Stiftungen noch Gelder übrig und ich erhielt einen Reisekostenzuschuss. Man hat bessere Chancen als man denkt.“

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Büro für Internationale Beziehungen