FAUMUN 2014: Studierende werden zu Diplomaten in New York

FAUMUN ist ein Vorbereitungsprogramm für die Teilnahme an den Model United Nations, der weltgrößten Simulation der Vereinten Nationen in New York, bei der Studierende die Rolle der Vertreter der verschiedenen UN-Mitgliedstaaten einnehmen und über komplexe Themen verhandeln. Studierende und Delegierte Blanca Marin von FAUMUN 2014 erzählt.

FAUMUN bringt Studierende verschiedenster Nationalitäten und Studienbereiche in einem einzigartigen Projekt zusammen, um die FAU auf internationaler Ebene vor rund 3000 Teilnehmern aus der ganzen Welt zu vertreten.

Anfangs konnte ich mir nicht konkret vorstellen, was das FAUMUN-Projekt für mich bedeuten wird und inwiefern ich mich mit meinen Ideen einbringen kann.

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Studierende und Delegierte Blanca Marin

Im Rahmen der Vorbereitung sind wir selbstverständlich zu einem breiten Fachwissen über internationale Beziehungen und die UN gelangt. Besonders wichtig waren jedoch vor allem Schlüsselqualifikationen wie Stressresistenz, Verhandlungs- und  Führungsqualitäten sowie die diplomatische Fähigkeit, Probleme anzugehen, zu lösen und aus anderen Perspektiven zu betrachten, da diese für die Arbeit auf internationaler Ebene unabdingbar sind.

Begonnen hat das Projekt Mitte Oktober 2013 mit intensiven „Speech Trainings“ in Erlangen, bei denen wir Teilnehmer unsere rhetorischen Fähigkeiten und damit unser Selbstbewusstsein stärken konnten. Kurz darauf wurden wir von den Organisatoren benachrichtigt, dass unsere Delegation die Dominikanische Republik repräsentieren wird. Um sämtliche Interessen dieses Landes so gut wie möglich zu vertreten wurden wir von unseren Head Delegates in Committees aufgeteilt. Gemeinsam mit Danial Nasiri war ich im 3. Komitee der Generalversammlung, in dem wir uns damit beschäftigten, die Menschenrechte in der Welt zu stärken.

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Während den beiden Vorbereitungswochen, von denen die erste im Auswärtigen Amt in Berlin stattfand, standen Fragen des Völkerrechts, aktuelle Herausforderungen der Außen- und Sicherheitspolitik sowie  Strategien zur erfolgreichen Durchführung von multilateralen Verhandlungen im Mittelpunkt. Eines meiner persönlichen Highlights war das Kamingespräch mit Dr. Adolf Ritter von Wagner, bei dem er über seine Erfahrungen als Leiter der Verhandlungen zur Chemiewaffenkonvention in Genf erzählte.

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Die zweite Woche in New York war ebenfalls eine wertvolle Erfahrung, da wir eine Führung durch das UN-Hauptgebäude erhalten haben, die von der UN Peacekeeping Commission organisiert wurde. Dadurch wurden wir direkt im Crisis Room über die aktuellen Missionen der UN-Blauhelme informiert.

Und dann war der Tag tatsächlich gekommen! Nach sechs Monaten harter Arbeit hatten wir endlich die Möglichkeit alles, was wir gelernt hatten, auf die Probe zu stellen und anzuwenden. Fünf Tage voller intensiver Verhandlungen, inspirierender Reden und anstrengender Diskussionen! Das bedeutet auch, die 400 anderen Delegierten von seinen Ideen zu überzeugen, Koalitionen zu schmieden und Resolutionen zu verabschieden. Unsere intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt, sodass mein Partner und ich selbst schwierige Situationen überstanden und unsere gesamte Delegation unter 300 teilnehmenden Universitäten in der höchsten Kategorie „Outstanding Delegation“ ausgezeichnet wurde.

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FAUMUN war für mich nicht nur ein Projekt, es war eine riesige Erfahrung! Es ist eine einmalige Chance, die Funktionsweise der UN hautnah zu erleben und gleichzeitig Menschen aus den verschiedensten Kulturen kennen und verstehen zu lernen. Ich bin sehr dankbar, dass es dieses Projekt gibt, da die teilnehmenden Studierenden dadurch ein großes Stück wachsen und selbstbewusster werden konnten. Ich denke alle anderen Teilnehmer sind genauso stolz wie ich, die Chance bekommen zu haben, ein Teil dieses internationalen Projekts gewesen zu sein.

Letztlich hätten wir die lange Zeit und die Herausforderungen ohne die Motivation und die Unterstützung von unseren Head Delegates Alexander Hoeppel, Narendiran Sivanesan, Oliver Burger, Max Mölkner und Christina Gallinat sicherlich nicht so erfolgreich gemeistert. Sie waren für uns mehr Freunde als Leiter.

Ein großes Dankeschön geht auch an die gesamte Delegation für die tolle Zusammenarbeit, denn nur gemeinsam konnten wir diese einmalige Erfahrung machen.

Blanca Marin

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