EXIST: Förderung für Gründungen an der Hochschule

Gründungen aus der Wissenschaft haben in Deutschland nur einen vergleichsweise geringen Anteil am Gesamtgründungsgeschehen. Sie schaffen jedoch um ein Vielfaches mehr Arbeitsplätze als andere Gründungen. Und: Sie erfüllen eine wichtige Funktion beim Wissens- und Technologietransfer. Zahlreiche Ideen, die Jahr für Jahr an deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen entwickelt werden, können hierüber weiterentwickelt und wirtschaftlich verwertet werden.

Auf Grund der großen Bedeutung wissenschaftsorientierter Gründungen fördert die Bundesregierung seit 1998 mit dem Programm „EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Ziel ist es, angehende Gründer und Jungunternehmer an Hochschulen eine Kultur der unternehmerischen Selbständigkeit zu vermitteln, den Unternehmergeist zu stärken und die Anzahl und Qualität technologieorientierter und wissensbasierter Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft zu steigern.

EXIST besteht aus drei Programmlinien, um Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Gründungen zu motivieren und zu qualifizieren: EXIST-Gründungskultur, EXIST-Gründerstipendium und EXIST-Forschungstransfer.

Bewerben kann man sich an der Friedrich-Alexander-Universität für beide EXIST-Fördermöglichkeiten: EXIST-Gründerstipendium und EXIST-Forschungstransfer.

Was fördert EXIST?

EXIST-Gründerstipendium

Das EXIST-Gründerstipendium mindert in der Vorgründungsphase die persönlichen finanziellen Risiken. Dadurch können sich die potenziellen Unternehmensgründer,  Wissenschaftler, Absolventen sowie Studierende der Friedrich-Alexander-Universität , ganz der Ausarbeitung einer aussichtsreichen Geschäftsidee widmen. Auch die Entwicklung unternehmerischer Fähigkeiten wie die Erstellung eines konkurrenzfähigen Businessplans wird konsequent gefördert.  Hier werden laufend Bewerbungen akzeptiert.

EXIST-Forschungstransfer

Die Bewerbungsfrist für das EXIST-Forschungstransfer ist jedoch bald. Vom 01. – 31. Juli 2014 haben Studierende der Universität Erlangen-Nürnberg die Möglichkeit, sich hierfür zu bewerben.

Ziel des Förderprogramms “EXIST-Forschungstransfer” ist die Steigerung der Zahl besonders  anspruchsvoller technologieorientierter Unternehmensgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. EXIST-Forschungstransfer ist die Ergänzung des breitenwirksamen EXIST- Gründerstipendiums um spezielle exzellenzorientierte Maßnahmen für Hightech Gründungen. EXIST-Forschungstransfer besteht aus zwei Förderphasen für zwei verschiedene Ansprechpartner.

Zwei Förderphasen, zwei Fördermöglichkeiten

Förderphase I richtet sich an interessierte Forscherteams aus interdisziplinären Fachbereichen wie Naturwissenschaften und Betriebswirtschaft und fördert Personal – und Sachausgaben bis zu 70.000  Euro. Das Forscherteam beschreibt in einer Projektskizze die innovative Produktidee und den Entwicklungsweg bis zum Nachweis der technischen Machbarkeit sowie das Konzept zur wirtschaftlichen Umsetzung.

Die Antragstellung für die Förderphase I erfolgt über die jeweilige Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung, an der die Forscherteams angesiedelt sind. (Achtung: mindestens acht Wochen vor Bewerbungsfrist wird gebeten sich an die Kontaktstelle wtt zu wenden)

Darüber hinaus werden in der Förderphase II technologieorientierte Unternehmen, die im Verlauf oder als Ergebnis der Förderphase I gegründet wurden, mit einem Gründungszuschuss von maximal 150.000 Euro gefördert. Hier erfolgt die Antragstellung durch das Unternehmen.

Links zum Thema EXIST

Mehr Information zum EXIST-Förderprogramm

Weitere Informationen zum EXIST-Gründerstipendium

Weitere Informationen zum EXIST-Forschungstransfer