>> Campus Claus – vom Uniseminar zum erfolgreichen Label

Regelmäßig zu Semesterbeginn erfreuen sich Studierende an diversen Willkommensgrüßen der Universitäten. Ein besonderer Gruß darf da nicht fehlen: der Campus Claus. Das Gutscheinheft von Studierenden für Studierende im Raum Erlangen-Nürnberg versüßt den Semesterstart nun seit fünf Jahren mit verschiedensten Rabattaktionen. Inzwischen steht das Label Campus Claus aber für sehr viel mehr als nur Gutscheine. Man hört von wilden Partys oder lustigen – manchmal schon auch provozierenden Facebook-Posts und fragt sich, wer dieser Campus Claus eigentlich ist. „Unser aller Claus ist ein ständiger Wegbegleiter für Studenten, mit dem man durchs Studium geht, den man kennt, mit dem man lacht, den man einfach dufte findet“, beschreibt Mitgründer Alexander. Wir haben uns die Entstehungsgeschichte des geheimnisvollen Campus Claus genauer erzählen lassen.

Gründung über die Universität hinaus

Während des Studiums ist das Geld meist knapp und Studierende versuchen zu sparen, wo sie nur können. So ging es auch Alexander Nill und Martin Pöllot im alltäglichen Uniwahnsinn. Mit einer, ihrer Meinung nach daher selbstverständlichen Leidenschaft für Rabatte und Vergünstigungen begann die Geschichte von Campus Claus 2010 im „Fünf-Euro-Business“-Wettbewerb am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Friedrich- Alexander- Universität. In diesem Wettbewerb erhalten Studierende ein Startkapital in Höhe von fünf Euro und verwirklichen damit ein Semester lang eine eigene Geschäftsidee. Führungskräfte aus ortsansässigen Unternehmen beraten und begleiten die Teams, Seminare verschaffen das nötige Fachwissen. „Wir hatten schon immer eine Affinität zu Rabatten, Vergünstigungen und dergleichen (was ja schon auch eng an so einen Studentenalltag und das vielleicht eher schmalere Budget gekoppelt ist) und wollten das dann eben in irgendeiner Form umsetzen.“  Zu fünft nahmen sie damals teil und versuchten aus dieser Leidenschaft ein Konzept zu entwickeln. Nachdem das erste Campus Claus Heft sowohl bei den Studierenden als auch bei den Unternehmen weit mehr als gut ankam, entschied das Team relativ schnell, das Konzept beizubehalten und unabhängig von der Universität weiter zu führen. „Wir mussten natürlich komplett neu gründen, da die GbRs nur während des Wettbewerbs existiert haben und danach wieder aufgelöst wurden.“

Netzwerken und Akquirieren

Selbstverständlich bedeutete dieser Schritt auch, neue Unternehmen zu akquirieren. Anfangs sei das natürlich sehr aufwändig gewesen, sagt Alexander, da es noch kein fertiges Produkt gab, das man den Unternehmen vorführen konnte. Mittlerweile ist dies allerdings kein Problem mehr, der Campus Claus wird zunehmend bekannter und inzwischen kommen teilweise sogar Unternehmen auf das Team zu und möchten gerne mitmachen.

„Mit ein, zwei Wochen Arbeit und dann ist gut, hat Campus Claus wenig zu tun“

Vom ursprünglichen Team sind nur noch Alexander und Martin übrig. Die Beiden erhalten aber während der Hochphasen Unterstützung von zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von vielen freundlichen Verteilern und Verteilerinnen. Drei Monate dauert es ungefähr, eine Auflage des Gutscheinheftes zu erstellen. „Der Ablauf ist natürlich inzwischen ein bisschen routinierter, trotzdem sind vor allem die Wochen vor der Produktion recht intensiv.“ Wie einen Tunnel beschreibt das Team den Tag vor Fertigstellung der Druckdateien. Das Gutscheinheft wird jeweils in den ersten Tagen des Semesters ab Vorlesungsbeginn verteilt. Die genauen Zeiten und Orte sind rechtzeitig auf der Facebook-Seite zu finden. Doch auch das restliche Jahr über ist einiges zu tun, hier fallen Themen wie Bürokratie, Buchhaltung und natürlich immer noch das Netzwerken an – denn all das wird in Eigenregie durchgeführt. Vor allem die Facebook-Seite des Campus Claus ist einen Besuch wert. Aktuelle Themen werden kritisch beäugt oder auf die Schippe genommen und lustige Videos oder Bilder erleichtern den Studentenalltag. Dank Kontakten ins Nachtleben, gibt es ab und zu sogar Gewinnspiele für Clubs und Kneipen. „Wir versuchen nah an den Studenten zu sein und interessante Sachen weiterzugeben. Der Spaß steht dabei im Vordergrund, wir nehmen uns selber nicht zu ernst und sind für fast alles zu haben“, erklärt Alexander. Dieses Konzept kommt an, der Campus Claus ist beliebt bei den Studierenden.

Das Label bedeutet seinen Gründern extrem viel, vor allem Leidenschaft und Herzblut

Neben dem Gutscheinheft organisiert das Team inzwischen auch Events im Nürnberger Nachtleben. Die unter Studierenden wahrscheinlich altbekannte Veranstaltung „Claustrophobie“ ist ein Studentenevent in Kooperation mit dem Nachtclub Mach 1 und findet jeweils zum Semesterauftakt statt. Aber auch im Club Stereo veranstaltet Campus Claus im kleineren Rahmen das Event „Indie Clausur“  und lädt zu Alternativmusik und Indie-Hits ein. Außerdem sponsert das Team auch Events wie die Cannes Rolle oder das Beach-Volleyball-Turnier MTP Summerday. „Das Label bedeutet uns extrem viel, vor allem Leidenschaft und Herzblut. Spannend, was wir in all den Jahren schon erlebt haben und hoffentlich noch erleben werden.“

Weitere Links zum Thema Campus Claus:

Website des Campus Claus

Facebookseite Campus Claus