>> Bratwürste anstatt Barbecue – Nürnberg anstatt USA

„Ich bin dann mal weg“. Jedes Jahr wird dieser Satz für zahlreiche Studierende des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften Realität und sie gehen zum Studieren oder für ein Praktikum ins Ausland. Auch Aaron hat seine sieben Sachen gepackt, um in einem neuen Land zu studieren. Er kam aus den USA an den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften.

Mit Atlanta, Georgia, verbinden viele einen Begriff: Coca-Cola. Für Aaron war es jedoch immer sein Zuhause. Dort absolvierte er seinen Highschool-Abschluss und studierte im Anschluss an der University of Georgia Deutsch und slawische Sprachen sowie Internationale Beziehungen. Doch bereits während der Highschool war Aaron an einer längeren Reise nach Deutschland interessiert. Glücklicherweise bekam er gleich nach dem Highschool-Abschluss die Möglichkeit, an einem Austauschjahr in Deutschland teilzunehmen. Für mehrere Monate besuchte er in Itzehoe in Schleswig-Holstein das Gymnasium und konnte Land und Leute kennen lernen. Diese Erfahrung reichte ihm jedoch nicht und somit bewarb er sich während der University für einen Studienplatz an einer der Partnerunis, der FAU – und wurde angenommen.

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Aaron gefällt an Deutschland vor allem der Kulturunterschied zur USA. In seiner Freizeit versucht er, möglichst viel von Land und Leuten kennen zu lernen.

Seit Oktober 2015 studiert Aaron nun am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften in Nürnberg. Von seiner Wahlheimat ist Aaron begeistert: „Nürnberg ist für mich fast perfekt, nicht zu groß und nicht zu klein“. Besonders gefällt Aaron die historische, Nürnberger Altstadt, die einen großen Kontrast zum Cityflair in den USA darstellt. Sein Lieblingsplatz ist das Wahrzeichen der Stadt, die Kaiserburg. Wenn er Besuch aus den USA bekommt, was doch schon einige Male geschehen ist, so zeigt er diesen stets den Ausblick über die Stadt.

Doch auch hier in Nürnberg hat Aaron schon zahlreiche Freunde gefunden, die ihm ie Eingewöhnung in Deutschland leicht gemacht haben. Geholfen hat ihm dabei sein Platz im internationalen Wohnheim Max Kade, wo er mit vielen deutschen und internationalen Studierenden zusammen wohnt. Außerdem nutzte er das Angebot für „international students“ an einer Einführungswoche des Fachbereichs teilzunehmen, wo er seinen Freundeskreis nochmals erweitern konnte. Und vielleicht hat der ein oder andere Studierende Aaron schon mal bei Fragen rund um die Sprachkurse um Hilfe gebeten. Neben dem Studium ist Aaron nämlich Hiwi bei der Infotheke im Sprachenzentrum. Er selbst besucht ebenfalls mehrere Sprachkurse in Russisch, die er sich für sein Studium in den USA anrechnen lassen kann. Deutsch spricht er bereits ausgezeichnet, wobei er sich trotz Deutschunterricht in der Highschool den Großteil selbst beigebracht hat.

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Mittlerweile hat Aaron in Deutschland schon zahlreiche Freunde gefunden.

Hier am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften ist Aaron im Bachelor Wirtschaftswissenschaften eingeschrieben und es gefällt ihm richtig gut. „Klar, ich habe kaum Vergleiche mit anderen deutschen Universitäten, aber wenn ich nicht Freunde und Familie in den USA hätte, dann würde ich gerne hier bleiben.“ Unterschiede im Studium merkt Aaron nur bei den Prüfungen. Zuhause musste er während des Semesters mehrere Leistungsnachweise ablegen, hier bündeln sich die Prüfungen zum Semesterende. Welches System er besser findet, kann der 21-Jährige nicht sagen. Allgemein hatte er am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften kaum Probleme, denn die Einstiegshürden bei Beginn des Studiums wurden ihm durch die Hilfsbereitschaft der Ansprechpartner der jeweiligen Lehrstühle genommen. Nur eines findet Aaron schade: Eine Campusuni fände er besser. Hier sind die Wege zwischen den Fakultäten für ihn ungewohnt, wohingegen er zuhause sogar auf dem Campus wohnen konnte.

Aaron ist nun noch 2 Monate in Deutschland, bis es für ihn wieder zurück nach Atlanta geht. Die Zeit in Deutschland verging für ihn wie im Flug und er ist zweigeteilt zwischen der Vorfreude auf daheim und dem Abschiedsschmerz darüber, dass er Nürnberg verlassen muss. Er empfiehlt allen Studieren selbst für längere Zeit ins Ausland zu gehen: „Jeder sollte ein Austauschjahr absolvieren und seine Komfortzone verlassen. Macht etwas Neues, mit dem ihr nicht vertraut seid!“

Wer nun auch Lust auf ein Auslandssemester bekommen hat, sollte nicht lange zögern. Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften hat ebenfalls über 120 Partneruniversitäten, die jedes Jahr beim International Day ihre Angebote für Auslandsaufenthalte vorstellen. Des Weiteren gibt das Büro für Internationale Beziehungen gerne jederzeit Auskunft und unterstützt bei der Organisation von Auslandssemestern.

Weitere Informationen:

Büro für Internationale Beziehungen