BALANCE Multikonferenz Arbeitsgestaltung

Am 20. und 21. März 2012 begrüßten Prof. Dr. Kathrin Möslein, Inhaberin des Lehrstuhls für industrielle Informationssysteme des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, und Prof. Dr. Rainer Trinczek (FAU) im Rahmen der BALANCE Multikonferenz Arbeitsgestaltung 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Praxis am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Während der Konferenz wurden aktuelle Fragen der unternehmerischen Innovationsfähigkeit diskutiert. Dabei stellten die Teilnehmer die Arbeit ihrer Projekte vor, die seit 2009 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden.

Zum Auftakt der Veranstaltung hielt Prof. Dieter Kempf, Präsident des BITKOM Verbandes und Vorsitzender des Vorstands der DATEV eG, die erste Keynote zum Thema „Digitalisierung von Dienstleistungsprozessen im 21. Jahrhundert“. Danach erörterte Prof. Dr. Dr. h.c. Margit Osterloh, Warwick Business School, in einer zweiten Keynote die Bedeutung von „Vertrauen im Innovationsprozess“. Die Rolle von Vertrauen im Innovationsprozess stand im Zentrum der Diskussionen.

Den Hauptteil der Konferenz bildeten an beiden Konferenztagen 22 Workshops innerhalb von sechs verschiedenen Themenblöcken. In den Workshops wurde unter anderem deutlich, dass der Zusammenhang von Innovationsfähigkeit und demografischem Wandel komplex ist. Ein immer wieder genannter Schlüsselbegriff war Kreativität, um der Herausforderung des demografischen Wandels begegnen zu können. Innerhalb von Unternehmensgrenzen wurde die Zusammenarbeit als ein wichtiger Faktor für die Handhabung von Konflikten identifiziert. Hierbei können Vertrauensbeauftragte und die Etablierung von vertrauensfördernden Prozessen eine wichtige Rolle spielen.

Abgerundet wurde die Konferenz am Schlusstag mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Arbeitsgestaltung im 21. Jahrhundert“. Unter der Leitung von Wolfgang Kötter, GITTA mbH, nahmen an dieser Diskussion Prof. Dr. Ricarda Bouncken, Lehrstuhl für Strategisches Management und Organisation, Universität Bayreuth, Roland Dürre, Interface AG, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Mertens, Emeritus am Lehrstuhl für industrielle Informationssysteme, Prof. Dr. Martin Schweer, Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie und Leiter des Zentrums für Vertrauensforschung, Universität Vechta, sowie Dr. Michael Uhlmann, ATB Arbeit, Technik und Bildung GmbH, teil. Die Gesprächspartner verwiesen auf die besondere Bedeutung des Transfers der Förderschwerpunktergebnisse in die Praxis und die damit verbundene notwendige Beseitigung rechtlicher Hürden bei der Umsetzung.

Als zukünftige mögliche Forschungsfelder verwiesen Prof. Möslein und Dr. Angelika Bullinger-Hoffmann in ihrer Abschlusspräsentation sechs Bereiche, die wichtige Rollen bei der Gestaltung innovativer und erfolgreicher Arbeit spielen. Der „gesunde Arbeitsraum“ soll die langfristige Gesundheit am Arbeitsplatz sichern. „Lebensphasenkonzepte“ ermöglichen lebenslange Beschäftigung, die sich an den individuellen, lebensphasenabhängigen Bedürfnissen orientiert. „Nachhaltige Geschäftsmodelle“ und „interaktive Innovation“ beziehen interaktionsbasiert Individuen in die langfristige Schaffung von Unternehmenserfolg ein. Die Arbeitsgestaltung könne außerdem einen wesentlichen Beitrag bei der Gestaltung von „Produkt-Dienstleistungsintegration“ und „Cyber-Physical Systems“ leisten. Die Forschungsfelder sollen im Laufe der restlichen Förderlaufzeit mit dem Förderschwerpunkt weiter entwickelt werden.

Uta Renken

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